DIE FOTOGRAFIN HÉLÈNE BINET

Hélène Binet gilt als eine der international bedeutendsten Architekturfotografinnen. Sie arbeitet weltweit mit zeitgenössischen Architekt*innen zusammen und hat zahlreiche Bauten früherer Architekt*nnen fotografiert. Für eine Veröffentlichung über Rudolf Schwarz war sie im Sommer 2015 bereits im MAKK, um den Museumsbau analog zu fotografieren. Anlässlich der Ausstellung im MAKK hat sie zu ihrer „fotografischen Auseinandersetzung“ mit dem Werk Böhms ein persönliches Statement abgegeben:

Videostill © Hélène Binet

„Die wundervolle „Madonna in den Trümmern“ war meine erste Begegnung mit den Arbeiten von Böhm. Dieser aufschlussreiche Moment im Jahr 2007 war so bedeutsam für mich, dass ich mir fest vornahm, zu seiner außergewöhnlichen Arbeit zurückzukehren, um sie mit meiner Kamera zu erkunden.
Im Gegensatz zu klassischen Kirchen haben Böhms keinen festgelegten Pfad; sie ermutigen vielmehr die Besucher*innen, ihre eigenen Wege zu finden. Jede Ecke, jedes Detail, jede Struktur und jeder Licht- oder Farbmoment inspiriert die Betrachter*in zu einem eigenen physischen und traumhaften Moment. Diese unvorhersehbaren und einzigartigen Räume, die der Architekt geschaffen hat, sind bekannt für ihre Farbe, ihre Stärke und ihre Fähigkeit, durch die Verwendung von Beton und das Nebeneinander von Materialien Verwirrung zu stiften. Für mich legen seine Räume keine bestimmte Art fest, Religion oder Spiritualität zu fühlen, sondern ermöglichen es den Besucher*innen, ihren eigenen Glauben zu erforschen.
Meine Arbeit umfasst drei Stufen, auf die ich hinweisen möchte: erstens die Architektur, die man als Partitur sehen könnte, mit ihrer kraftvollen physischen Präsenz, dann die Kamera, die kleine Taschen mit Träumen einfängt und schließlich die Betrachter*innen der Fotografien – die sich beim Anschauen der Bilder ihren eigenen Raum schaffen können. Diese Momente des Betrachtens sind wie Echos aus den fünf Kirchen Böhms:
In St. Matthäus war ich sehr überrascht, wie die Liturgie in die roten Vorhänge der Deckenmalerei eindringt. Die Kirche hat eine Zentralität, aber dann wiederum lenkt das Rot die Betrachter*innen vollständig ab und führt sie hin zu ihren eigenen Gedankenwelten. Dies war der Moment, an dem ich beschloss, die eigenartige und unerwartete kleine Kapelle zu zeigen.
Die Kirche Herz Jesu erschien mir als ein Raum, in dem das Heilige und das Profane, das Surreale und das Reale miteinander verbunden sind. Ich habe dieses Konzept mit einer Reihe von klaren und direkten Fotografien erkundet.
St. Johannes ist eine Kirche, die aus unterschiedlichen Blickwinkeln fotografiert werden kann. Bei dieser Fotoserie habe ich mich auf die Rauheit und Unebenheit des Materials konzentriert und darauf, wie das einfallende Licht einzigartige und emotionale Momente schafft. Ich habe auch schätzen gelernt, wie das farbige Licht der Fenster tagsüber von Zeit zu Zeit erscheint und Freude bringt.
Als ich St. Gertrud fotografierte, war ich von einigen außerordentlichen Elementen dieser Kirche beeindruckt, wie dem langgestreckten Glockenturm, dem winzigen kleinen Fenster in der Decke und der komplizierten Geometrie. Diese Geometrie besteht aus schwerem Beton, vermittelt jedoch den Eindruck eines Origamis. Das Ergebnis ist beinahe verwirrend und zeitweise desorientierend.
In der Kirche Christi Auferstehung ist die Geste des Brutalismus für mich offensichtlich. Aus einigen Blickwinkeln betrachtet erscheint die Kirche fast als Industriegebäude – auf einem Rundgang eröffnet sich jedoch eine überraschende Bandbreite an Eindrücken und Stimmungen.
Innerhalb dieser Erkundung von Räumen übernimmt die Kamera die Rolle eines Flaneurs, voll des Staunens, in Gedanken und Entdeckungen verloren, die es den Betrachter*innen am Ende ermöglichen, in den Raum ihrer eigenen Vorstellungskraft einzutreten. Die Fotografie hat das Potenzial, diese Individualität abzubilden, die Gottfried Böhm in seiner unglaublichen Architektur auf so einzigartige Weise geschaffen hat.
Meine Arbeit wäre ohne die großartige Einladung von Petra Hesse, Direktorin des Museums für Angewandte Kunst Köln, die Ermutigung und Unterstützung von ammann//gallery und die helfenden Hände der Kirchenmitarbeiter*innen nicht möglich gewesen.
Alle Fotografien wurden im Juli 2020 auf Film aufgenommen.“

Die Ausstellung „Hélène Binet – Das Echo von Träumen. Gottfried Böhm zum 100. Geburtstag“ ist noch bis zum 27. Juni geöffnet.

Die Videobotschaft von Hélène Binet zur Ausstellungseröffnung finden Sie hier.

Toni Schumacher und Andy Warhol

Toni Schumacher vor den Portraits der in Köln geborenen Sängerin Nico (Fotografien von Guy Webster und Antoine Giacomini)

Toni Schumacher, die Kölner Fußballlegende, ist ein erklärter Warhol-Fan. Der ehemalige Torwart des 1. FC Köln sowie der Nationalmannschaft erzählt bei einem Rundgang durch die Plattencover-Ausstellung im MAKK „Andy Warhol – Pop goes Art“, er habe sich schon als junger Profifußballer einen Warhol gekauft. Der damals 20-Jährige kaufte sich ein Portrait der Boxers Muhammad Ali für 20.000 Mark. Ein stolzer Preis, wenn man bedenkt, dass das Jahreseinkommen eines Fußballers damals im fünfstelligen Bereich lag.

Der Bonner Galerist Hermann Wünsche führte den kunstbegeisterten Schumacher an die Arbeiten Warhols heran. Die Galerie vertrat Warhol, aber Wünsche war auch mit Andy Warhol befreundet. Er vermittelte bereits in den 1970er Jahren die Portraits von Willy Brandt und des Sammlerpaars Peter und Irene Ludwig. 1982 wurde dann auch Toni Schumacher in die Reihe der „Superstar-Portraits“ aufgenommen. Das Treffen mit Warhol schildert Schumacher als sehr professionell: „Der eher introvertierte Künstler schoss circa 50 Polaroids als Vorlage für das Porträt. Er wusste, dass ich ein „kleiner Star“ war, aber wir unterhielten uns über seine Kunst.“ Zwei Porträts in Öl (ein blaues und ein rotes) und vier Siebdrucke lieferte Warhol dem FC Köln, dem Auftraggeber. Ein Siebdruck ist Teil einer Zeitkapsel, die im Warhol Museum in Pittsburgh ausgestellt ist. Die Polaroids verblieben im Besitz von Andy Warhol und werden mittlerweile auf dem Kunstmarkt angeboten. Weiterlesen

Peter Gowland’s Girls ist eröffnet

Thomas Schirmböck (Zephyr – Raum für Fotografie) in der Ausstellung „Peter Gowland’s Girls“ im MAKK, Foto: Scott Biolek-Ritchie

Thomas Schirmböck hat geschätzt 24.000 Prints und Dias gesichtet, bevor er rund 200 für die Ausstellung „Peter Gowland’s Girls“ ausgewählt hat – darunter die aufregendsten, elegantesten und gewagtesten Bilder einer beispiellosen Pin-up-Fotografenkarriere: Stars wie Joan Collins oder Jayne Mansfield, Arbeiten für Playboy oder Rolling Stone sowie seine Bilder für ungezählte Kalender- und Zeitschriften der 1940er bis 1970er Jahre.

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Herzlichen Glückwunsch zum 150sten!

Geboren am 14. April 1868 in Hamburg. Im Übrigen Autodidakt. Diese Zeilen schrieb Peter Behrens 1920 einem Berliner Sammler von originalen Schriftstücken berühmter Persönlichkeiten.

Beitrag von Dr. Romana Rebbelmund

Der Geburtstag von Behrens jährt sich am heutigen Samstag, den 14. April 2018, zum 150sten Mal. Das passende Geburtstagsgeschenk findet sich in unserer Ausstellung zu seinen Ehren: Die Wuppertaler Pianoforte-Fabrik RUD. IBACH SOHN arbeitete seit den 1880er Jahren gerne mit bedeutenden zeitgenössischen Künstlern und Architekten zusammen, indem sie deren Entwürfe für Konzertflügel und Pianinos (aufrecht stehende Klaviere) umsetzte. Unter diesen Persönlichkeiten befand sich auch Peter Behrens. Er gestaltete für Ibach ein Pianino und einen Konzertflügel, die jeweils in zwei Farbvarianten – mit hellerem oder dunklerem Holz – umgesetzt wurden. Von den Instrumenten haben sich jeweils zeitgenössische Fotografien und auch entsprechende Unterlagen im Archiv der Firma Ibach erhalten. Die spektakulären Flügel und Klaviere wurden in Musterwohnräumen von Luxuswarenhäusern oder auf Landesschauen deutschlandweit präsentiert und von der damaligen Kunstkritik in Zeitungen und (Fach-)Zeitschriften entsprechend gewürdigt. Leider jedoch war es das Schicksal der vier eindeutig angefertigten Instrumente, nach deren öffentlicher Präsentation zu verschwinden. Es lassen sich heute manchmal eine, manchmal auch zwei Stationen ihres Weges rekonstruieren, danach verliert sich jeweils die Spur.

Durch eine überaus glückliche Fügung wurde dem MAKK im Januar 2017 Weiterlesen

#alleskönner. Peter Behrens zum 150. Geburtstag

Dr. Romana Rebbelmund ist die Kuratorin der Peter Behrens-Ausstellung im MAKK.

Die Vorbereitung zu der aktuellen Ausstellung „#alleskönner. Peter Behrens zum 150. Geburtstag“ (bis 1. Juli 2018) dauerte rund drei Jahre. Es stand früh fest, dass der Gründer des modernen Industriedesigns zu seinem 150. Geburtstag, der sich am 14. April jährt, geehrt werden sollte. Aber wie entstand eigentlich die Idee zum Ausstellungskonzept und welche Glücksfälle haben zu dem Gelingen der Schau beigetragen?

Dr. Romana Rebbelmund (MAKK), die Kuratorin der Ausstellung, gibt dazu einen Einblick:
„Die Leitidee zur Kölner Ausstellung kam aus der eigenen Sammlung. Das MAKK besitzt mit dem Schiedmayer Salonflügel (1901) aus dem Musikzimmer des Hauses Behrens in Darmstadt eines der kostbarsten und spektakulärsten Möbel überhaupt. Die weiteren museumseigenen Objekte sind aber nicht minder bedeutend und selten: Eine ganz frühe Kredenz mit sechs Stühlen und einem Armlehnstuhl, die Behrens während seiner Anfangszeit in Darmstadt 1899/1900 entworfen hat, geben Zeugnis von dessen Auseinandersetzung mit der Formensprache der englischen Arts & Crafts Bewegung. Ausgesprochen bemerkenswert ist zudem die Glassammlung des MAKK: Peter Behrens hat insgesamt neun Gläsersätze entworfen, fünf Sätze sowie ein einzigartiger Becher – es ist bislang kein anderes vergleichbares Stück bekannt – gehören zu den repräsentativen Schätzen des Museums. Der kostbare Gläsersatz mit rubinrotem Fuß, der zur Ausstattung des in Rot und Weiß gehaltenen Speisezimmers im Haus Behrens gehörte, ist mit fünf Gläsern vertreten. Weiterlesen

Petrus hatte ein Einsehen! Dritter Drive it-Day des MAKK

detlev krehl

Moderator Detlef Krehl präsentierte dem Publikum automobile Kostbarkeiten auf der Rampe vor dem MAKK.

Der Wetterbericht gab Anlass zum Schaudern: „Die Vorhersagen hatten Temperaturen um acht Grad und Regen angekündigt. Aber der Wettergott war dem dritten Drive it-Day des MAKK am 24. April 2016 gnädig gesinnt“, freut sich Stefan Palm, Mit-Organisator des zweijährig stattfindenden Drive it-Day des MAKK. Er beschränkte sich auf nur einen Schauer und auch die Sonne ließ sich mehrmals blicken. So gaben sich mehr als 1.000 Oldtimer vor dem Museum ein Stelldichein, schon bald waren alle Stellplätze belegt.

Der wie immer fachkundige Moderator Detlef Krehl konnte auch diesmal dem Publikum zahlreiche automobile Kostbarkeiten auf der eigens aufgestellten Rampe präsentieren, darunter ein nur 2000-mal gebauter Sportwagen namens Sonett von Saab.

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Vera Lossau – Eine kurze Geschichte der Löcher

Die Künstlerin Vera Lossau vor einem Detail ihrer Installation im MAKK.

Die Künstlerin Vera Lossau beim Aufbau ihrer Installation im MAKK.

„Das Ornament beschäftigt mich seit langer Zeit und hat einige meiner frühen Arbeiten beeinflusst“, so die Düsseldorfer Künstlerin Vera Lossau (* 1976). Die erste Preisträgerin des LVR Frauenkulturpreises für bildende Kunst (2014) geht in ihrer zweiteilige Ausstellung `Eine kurze Geschichte der Löcher´ der Frage nach, was ein Loch, ein Ornament und eine Schlaufe gemeinsam haben. Ihre Antwort liefert sie mit ihren Arbeiten sowohl im MAKK als auch im LVR Industriemuseum Zinkfabrik Altenberg in Oberhausen. Für ihre Arbeiten zog sie unteranderem Texte von Tucholsky und Lacan hinzu.  „Aber eigentlich gehe ich stärker vom Visuellen aus. Ich denke, das Thema der Löcher ist sehr weit und poetisch“, erklärt Vera Lossau. In ihrer Auseinandersetzung mit dem Thema umkreist sie zwei verschiedene Ausprägungen der Löcher: „Es gibt eine gewaltsame, an Krieg und Verletzung erinnernde Assoziation.“ Diese wird zum Beispiel durch den Abguss einer Beschussplatte behandelt – ein Original im Industriemuseum. „Zugleich gibt es natürlich auch das Verspielte, Schönheit zelebrierende `Loch´, das ich in den Formen und Ornamenten in der Sammlung des MAKK vorfand.“

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RADIO Zeit: Ein Glücksgriff in Baby-Kroko

Axel Rodert in der `RADIO Zeit´ mit seinem RCA Victor `BP-10´ von 1940.

Axel Rodert in der `RADIO Zeit´ mit seinem RCA Victor `BP-10´ von 1940.

Mit glänzenden Augen und viel Humor berichtet Axel Rodert, Vorstandsmitglied der Overstolzengesellschaft, wie ein Kleinod des Radiodesigns in seinen Besitz kam: „Wir waren auf Saint Simon Island, vor der Küste von Georgia und was tut man da? Genau, man besucht einen Antiquitätenhändler!“ Nicht er sei auf das interessante Ausstellungsstück aufmerksam geworden, sondern seine Frau, die glaubte eine wunderschöne Abendtasche in Baby-Kroko entdeckt zu haben. Im Geschäft stellte sich diese jedoch als ein kleines Radio des amerikanischen Herstellers RCA Victor heraus. „Das Design dieses Kofferradios, oder besser dieses Köfferchens, gefiel mir so gut, dass ich mich entschied es mitzunehmen“, so Rodert. Tatsächlich ist das Modell „BP-10“ von 1940 das erste tragbare Radio im Taschenformat, ermöglicht durch speziell von RCA Victor entwickelte Miniatur-Röhren.

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LOOK: Im Gespräch mit Kuratorin Patricia Brattig

Brattig

Patricia Brattig führt durch die Ausstellung `LOOK! Modedesigner von A bis Z´, MAKK 2015

Dr. Patricia Brattig ist Kuratorin für Mode, Textil, Keramik und Glas des Museums für Angewandte Kunst Köln. Seit 2002 kuratiert sie regelmäßig Modeausstellungen im MAKK, zuletzt `LOOK! Modedesigner von A bis Z´ 2015/16.

Die Ausstellung LOOK! Modedesigner von A bis Z präsentiert Neuerwerbungen der Modesammlung des MAKK. Wie entstand das Konzept des Designer-ABC?
Wir wollten nach unserer letzten Modeausstellung, `Istanbul Fashion – Aktuelle Mode aus der Türkei´ (2010 – 2011) generell wieder Mode im MAKK präsentieren und dabei den Fokus auf unsere eigene Modesammlung richten. Da die empfindlichen textilen Objekte aus konservatorischen Gründen nur kurzfristig ausgestellt werden können, war es uns ein Anliegen, unsere Modesammlung für eine kurze Zeit wieder zu aktivieren und somit in Erinnerung zu rufen. Dabei lag es nahe, den Schwerpunkt auf Objekte zu legen, die bislang noch nicht ausgestellt oder publiziert worden waren, darunter zahlreiche Neuerwerbungen auch aus der jüngsten Vergangenheit. Das Designer-Alphabet bot uns hierfür den größten Spielraum an und die Freiheit, möglichst viele unterschiedliche Entwürfe zu präsentieren. Wir führen den Besuchern eine bunte Bilderfolge vor, die – ausgehend von den späten 1960er Jahren bis heute – diverse modische Positionen und Kleidertypen wie beispielsweise das Abendkleid, das Kostüm, das T-Shirt oder den Wintermantel beinhaltet. Dabei streben wir selbstverständlich keine enzyklopädische Darstellung der modischen Entwicklung der vergangenen Jahre an; dies würde den Rahmen angesichts der Stilpluralität im Modedesign deutlich sprengen.

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RADIO Zeit. Röhrengeräte, Design-Ikonen, Internetradio

Romana-Breuer-Radiozeit

Dr. Romana Breuer ist Kuratorin der MAKK-Ausstellung RADIO Zeit.

Es ist soweit: Bis zum 5. Juni 2016 kann die große Radiodesign-Ausstellung im Museum für Angewandte Kunst Köln bewundert werden. Dr. Romana Breuer, seit 2014 Kuratorin für Bildende Kunst, Design, Graphik und Plakat des MAKK, kuratierte mit „RADIO Zeit“ ihre erste eigene Ausstellung. Was der Anlass für die Ausstellung war, welche Highlights zu sehen sind und wie sie präsentiert werden, erzählt Romana Breuer:

„Das Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) besitzt mit insgesamt über 230 Radios und Kombinationsanlagen eine der umfangreichsten Sammlungen dieser Art in Deutschland. Seit den 1970er Jahren wurden gezielt bedeutende Entwürfe des Produktdesigns in diesem Themenschwerpunkt gesammelt und konnten durch Stiftungen ergänzt. Dabei lag das Hauptaugenmerk stets auf der Qualität des Entwurfs. Durch die mit rund 190 Geräten überaus großzügige Stiftung von Prof. Dr. Richard G. Winkler konnte der Bestand erweitert und um einen in Europa einzigartigen Schwerpunkt US-amerikanischer Radiogeräte der 1920er bis 1950er Jahre ergänzt werden. Die Apparate zählen zu den Höhepunkten des ‚Goldenen Zeitalters‘ des Radiodesigns.

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LOOK! Super Fashion Markt

Im Rahmen der Modeausstellung `LOOK! Modedesigner von A bis Z´ hat das MAKK für ein Wochenende den super Fashion Markt zu Gast. Was dahinter steckt, erfahren Sie in diesem Interview mit den Macherinnen des Fashion Markts Anna Böß und Lena Schröder.

Was ist der SUPER FASHION MARKT?
Der Super Fashion Markt ist ein einmaliges Special des Designmarktes `Der Super Markt´ im Rahmen der Sonderausstellung LOOK – Modedesigner von A-Z im MAKK. Wir freuen uns sehr über diese Zusammenarbeit! Wir haben 30 spannende Designer eingeladen, die vom 6. bis 8. November in einer außergewöhnlichen Atmosphäre im Museum ihre neusten Kollektionen vorstellen. Natürlich kann direkt anprobiert und geshoppt werden.

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Kölner DESIGN Preis 2015

Die Nachwuchsdesignerin An Hsu bei der Installation ihrer emaillierten Lampen mit Michael Effelsberg von der MAKK-Haustechnik.

Die Nachwuchsdesignerin An Hsu bei der Installation ihrer emaillierten Lampen mit Michael Effelsberg von der MAKK-Haustechnik.

Zum achten Mal verleiht die Prof. Dr. R. G. Winkler-Stiftung für Nachwuchsdesigner den „Kölner DESIGN Preis“. Dabei handelt es sich um den höchst dotierten Preis seiner Art für Abschlussarbeiten von Design-Ausbildungsstätten.

Organisiert wird die Preisverleihung und die dazugehörige Ausstellung aller nominierten Arbeiten im MAKK von Studierenden der Köln International School of Design (KISD). Prof. Wolfgang Laubersheimer von der KISD gründete dazu eine Arbeitsgemeinschaft, die zusammen mit anderen AGs fester Bestandteil des Lehrplans ist. Die acht Studierenden erfüllen in der AG viele Aufgaben. „Wir sind die Vermittler zwischen der Jury, den Nominierten und den Mitarbeitern des MAKK. Wir bereiten die Jurysitzung vor und unterstützten die Nominierten moralisch bei ihrer zehnminütigen Präsentation vor den Juroren. Außerdem gehen wir auf die Ausstellungswünsche der Nominierten ein und bringen diese in Einklang mit den Möglichkeiten im MAKK. Dabei achten wir auf einen harmonischen Aufbau, der jede Arbeit zur Geltung kommen lässt“, berichtet das AG-Mitglied Jill Pasch. Für sie ist es das zweite Jahr in der AG, an der sie den Einfluss auf ihre persönliche Entwicklung besonders schätzt.
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LOOK! Modedesigner von A bis Z: ein echter Hingucker

Textilrestauratorin Katharina Sossou bereitet die Präsentation der Mode von Emilio Pucci vor.

Textilrestauratorin Katharina Sossou bereitet die Präsentation der Mode-Objekte von Emilio Pucci vor.

Am Abend des 18. September eröffnet im MAKK die farbenprächtige Ausstellung `LOOK! Modedesigner von A bis Z´. Zur Zeit laufen die Vorbereitungen in den Ausstellungsräumen im zweiten Obergeschoss. „Die Präsentation verlangt viel Kreativität und Einsatz“, berichtet die Textilrestauratorin Elke Beck. Zusammen mit ihrer Kollegin Katharina Sossou stellte sie die Figurinen in Handarbeit aus konservatorisch unbedenklichen Materialien her. Aufwendig wird jedes Kleidungsstück darauf montiert. Auch die Holzvitrinen wurden eigens für die Ausstellung produziert. Sie ermöglichen eine Rundumsicht und eine große Nähe der Ausstellungsstücke zum Besucher.

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SYSTEM DESIGN: Die Greifbarmachung der Vergangenheit

Sascha Agne, Ausstellung `SYSTEM DESIGN. Über 100 Jahre Chaos im Alltag´ im Museum für Angewandte Kunst Köln, Foto: © René Spitz

Sascha Agne, Ausstellung `SYSTEM DESIGN. Über 100 Jahre Chaos im Alltag´ im Museum für Angewandte Kunst Köln, Foto: © René Spitz

Sascha Agne ist Quantenphysiker und Doktorand am Institute for Quantum Computing (IQC) der Universität Waterloo, Kanada. Was hat er mit Design und mit dem MAKK zu tun? Er hat eine ungewöhnliche Leidenschaft: Er sammelt Lebensmittel- und Drogerieverpackungen. Eine seiner Burger-Verpackungen wurde im Rahmen der Ausstellung `SYSTEM DESIGN´ im MAKK gezeigt. Im Frühjahr war er bereits im MAKK, um die Ausstellung zu besuchen. Zurzeit ist er erneut zu Besuch in Deutschland – unter anderem in Köln. Heute hatten wir Gelegenheit zu einem kurzen Gespräch:

Was sammeln Sie außer Burger-Verpackungen?
Sascha Agne: Verpackungen von McDonald´s stellen nur einen kleinen Teil meiner Sammlung dar, welche Lebensmittel- und Drogerieprodukte des vergangenen Jahrhunderts mit dem Schwerpunkt 1970-1990 umfasst.

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Studentenprojekt: Schatzkammer MAKK Depot

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Schatzkammer – Mediendesign Studierende der Hochschule Macromedia inszenieren Objekte aus den Depots des Museums für Angewandte Kunst.

In den Fluren der Hochschule Macromedia Köln stellen Studierende aus dem 2. Semester Medien und Kommunikationsdesign vier Fotoinstallationen aus, die in diesem Semester in Zusammenarbeit mit dem Museum für Angewandte Kunst (MAKK) in Köln entstanden sind. Unter der Leitung des Dozenten und Fotografen Kurt Steinhausen hatten die Studenten Lisa Bildgen, Christina Müller, Antonius Rösing, Jens Weidemann die einmalige Gelegenheit das Depot des Museums zu erkunden. Am 7. Juli 2015 wurde die Ausstellung präsentiert.

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