Nina Hempel & Moni Wallberg: Fotoausstellung im Blauen Montag

„Hempel & Wallberg im Blauer Montag gibt es in dieser Form fast 14 Jahre im Belgischen Viertel. Davor waren wir in einer Werkstadt mit Laden in Nippes, in dem wir regelmäßige Ausstellungen, mindestens 2 Mal im Jahr, von Kölner Künstlern veranstaltet haben. Für uns sind diese Projekte immer sehr spannend, da sie unsere Designermode für Damen und Herren aus den unterschiedlichsten künstlerischen Blickwinkeln wiedergibt.
Unsere aktuelle Fotoausstellung, die wir gemeinsam mit dem Kölner Fotografen Thomas Schäkel erarbeitet haben, portraitiert unsere eigene Generation und die Folgende. Freunde & unsere Kunden inszenieren sich in ihren ganz privaten Räumen zusammen mit ihren Eltern, den Kindern oder mit Freunden,… natürlich eingekleidet von Hempel & Wallberg!“

Moni Wallberg & Nina Hempel sind Ausstellerinnen beim Super Fashion Markt im MAKK vom 21.-23.10.2016. Mehr Informationen gibt es hier…

Jeanette Gebauer: Gedanken zur Verbindung Kunst & Mode

„Die Mode meiner Prêt-à-porter-Linie erzählt Geschichten oder stellt verschiedene Szenen aus dem Leben da: am Meer, Auto-Rallyes, Golfszenen oder eine Winterlandschaften mit Wintersport. Es soll im wahrsten Sinne ein `Bild´ entstehen. Dabei handelt es sich um Unikate, die mit Herzblut hergestellt werden. Und die Prêt-à-porter-Mode korrespondieren immer mit den Themen meiner Porzellan-Linie.

Die Kunst in meinen Unikaten liegt u.a. darin, dass ich Materialien verwende, die eigentlich nicht für Kleidung gedacht sind. Es sind Deko-Stoffe aus dem Bereich hochwertiger Homeware oder Stoffe, die u.a. speziell für mich in Deutschland hergestellt werden. Wichtig ist mir die Verarbeitung: es muss ganz genau auf die kleinsten Motive geachtet werden und bei den Nähten müssen die Motive perfekt passen. Der künstlerische Aspekt wird durch kleine Details wie z.B. Themen überzogene Knöpfe oder Anhänger unterstützt, die in Deutschland teilweise extra zum Thema passend hergestellt werden. So entstehen Produkte, die einem Lebensgefühl entsprechen und die einen emotionalen Mehrwert bieten: Authentizität.‟

Jeanette Gebauer ist Ausstellerin beim Super Fashion Markt im MAKK vom 21.-23.10.2016. Mehr Informationen gibt es hier…

Fenja Ludwig: Wann ist Mode Kunst oder Kommerz?

Modedesign wird in dem Moment für mich zur Kunst, in welchem der Designer oder der Fashion Artist sich nicht mehr an den Trends orientiert, sondern eine eigene Handschrift entwickelt. Sprich, wenn der Designer sich frei macht vom Modediktat und von Verkaufszahlen. Ich halte es wie die Couturiers in Paris, die für mich die wahren Künstler im Fashion-Dschungel sind. Sie tragen ihre Kreationen ganz selbstverständlich im Alltag und ruhen in dem was sie tun. Genau das mache ich auch.

Ich vermeide die Bezeichnung „Designer“ sofern es sich umschreiben lässt, denn diese Bezeichnung ist nicht geschützt. Heutzutage schmückt sich jeder mit dem Zusatz Modedesign. Das langweilt mich. Ich selbst bezeichne mich nur noch als Modeschöpfer und Schneidermeister oder als Fashion Artist. Ich hatte von Anbeginn eine eigene Handschrift mit hohem Wiedererkennungswert, die sich stetig weiterentwickelt. Ein Modedesigner ist letztendlich ein Dienstleister der sich an den Vorstellungen der Gesellschaft oder denen des Marktes orientiert. Ein Künstler reflektiert den Zeitgeist und entwickelt daraus seine eigene Geschichte. Auch die Persönlichkeit des Machers entscheidet über die Beurteilung ob Mode Kunst oder Kommerz ist.

Meine Linie `Couture de Cologne´ ist handgemachtes zeitgenössisches Modedesign mit prägnanter Handschrift und klassischer Wertigkeit. Couture de Cologne steht für klar modellierte Silhouetten, für eine kunstgerechte Schnitt-Führung, für eine meisterhafte handwerkliche Verarbeitung und für auserlesene hochwertige Materialien. Schlicht ausgedrückt: für die Schneiderkunst.

Fenja Ludwig ist eine der Ausstellerinnen beim Super Fashion Markt im MAKK vom 21.-23.10.2016. Mehr Informationen gibt es hier…

Super Fashion Markt: Anna Böß und Lena Schröder im Interview

Der Super Markt wird zum Super Fashion Markt und zieht vom 21. bis 23. Oktober 2016 in das Museum für Angewandte Kunst Köln ein. Wie kam es dazu?
Anna Böß und Lena Schröder: „Seit 2008 organisieren wir den Super Markt in Köln und haben seitdem schon sehr viele Locations in der Stadt bespielt. Im letzten Jahr fand im Museum für angewandte Kunst die Ausstellung `LOOK! Modedesigner von A-Z´ statt. Als das MAKK mit der Idee auf uns zukam, begleitend zur Ausstellung ein Modewochenende im Museum zu veranstalten, haben wir uns sehr gefreut. Wir haben die Herausforderung angenommen, einen qualitativ hochwertigen Markt zu kuratieren und waren froh, als das Ergebnis im letzten Jahr sowohl beim Museum als auch bei den Besuchern auf Begeisterung gestoßen ist. Nicht zuletzt war es auch für die Designer ein großer Erfolg, so dass wir den Super Fashion Markt in diesem Jahr gerne wiederholen.‟

Sie beide sind Veranstalterinnen und Modedesignerinnen zugleich. Welche Ziele haben Sie?
„Wir freuen uns sehr sowohl als Designer, als auch als Veranstalter arbeiten zu können. So können wir uns unterschiedliche Blickwinkel der Modeszene öffnen. Es wäre für uns beide schön, weiterhin beide Berufe in Einklang zu bringen. Die beiden Tätigkeiten bringen uns gleichermaßen Freude und bieten uns die Möglichkeit, uns in viele Richtungen zu verwirklichen.‟

Wie viele Modedesigner präsentieren sich und welche Kriterien hatten Sie bei der Auswahl?
„Am kommenden Wochenende begrüßen wir im MAKK rund 40 Designer aus Deutschland und Österreich. Alle Designer produzieren hochwertige, handgemachte Mode und Accessoires. Unter den vielen Bewerbungen auf die sehr wenigen Plätze haben wir uns, zusammen mit der Museumsdirektorin, Dr. Petra Hesse, für die überzeugendsten Positionen entschieden.‟

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Im Gespräch mit Kuratorin Patricia Brattig

Brattig

Patricia Brattig führt durch die Ausstellung `LOOK! Modedesigner von A bis Z´, MAKK 2015

Dr. Patricia Brattig ist Kuratorin für Mode, Textil, Keramik und Glas des Museums für Angewandte Kunst Köln. Seit 2002 kuratiert sie regelmäßig Modeausstellungen im MAKK, zuletzt `LOOK! Modedesigner von A bis Z´ 2015/16.

Die Ausstellung LOOK! Modedesigner von A bis Z präsentiert Neuerwerbungen der Modesammlung des MAKK. Wie entstand das Konzept des Designer-ABC?
Wir wollten nach unserer letzten Modeausstellung, `Istanbul Fashion – Aktuelle Mode aus der Türkei´ (2010 – 2011) generell wieder Mode im MAKK präsentieren und dabei den Fokus auf unsere eigene Modesammlung richten. Da die empfindlichen textilen Objekte aus konservatorischen Gründen nur kurzfristig ausgestellt werden können, war es uns ein Anliegen, unsere Modesammlung für eine kurze Zeit wieder zu aktivieren und somit in Erinnerung zu rufen. Dabei lag es nahe, den Schwerpunkt auf Objekte zu legen, die bislang noch nicht ausgestellt oder publiziert worden waren, darunter zahlreiche Neuerwerbungen auch aus der jüngsten Vergangenheit. Das Designer-Alphabet bot uns hierfür den größten Spielraum an und die Freiheit, möglichst viele unterschiedliche Entwürfe zu präsentieren. Wir führen den Besuchern eine bunte Bilderfolge vor, die – ausgehend von den späten 1960er Jahren bis heute – diverse modische Positionen und Kleidertypen wie beispielsweise das Abendkleid, das Kostüm, das T-Shirt oder den Wintermantel beinhaltet. Dabei streben wir selbstverständlich keine enzyklopädische Darstellung der modischen Entwicklung der vergangenen Jahre an; dies würde den Rahmen angesichts der Stilpluralität im Modedesign deutlich sprengen.

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LOOK! super Fashion Markt

Im Rahmen der Modeausstellung `LOOK! Modedesigner von A bis Z´ hat das MAKK für ein Wochenende den super Fashion Markt zu Gast. Was dahinter steckt, erfahren Sie in diesem Interview mit den Macherinnen des Fashion Markts Anna Böß und Lena Schröder.

Was ist der SUPER FASHION MARKT?
Der Super Fashion Markt ist ein einmaliges Special des Designmarktes `Der Super Markt´ im Rahmen der Sonderausstellung LOOK – Modedesigner von A-Z im MAKK. Wir freuen uns sehr über diese Zusammenarbeit! Wir haben 30 spannende Designer eingeladen, die vom 6. bis 8. November in einer außergewöhnlichen Atmosphäre im Museum ihre neusten Kollektionen vorstellen. Natürlich kann direkt anprobiert und geshoppt werden.

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LOOK: Selfie-Timewarp nachts im Museum

Teresa Guhl und Paul Effertz griffen zu den 70er-Jahre Outfits.

Teresa Guhl und Paul Effertz griffen zu den 70er-Jahre Outfits.

Eine modische Zeitreise in die 60er, 70er und 80er-Jahre erlebten die Gäste des MAKK in der Museumsnacht am 24. Oktober 2015. Mit Kleidungsstücken und Accessoires aus der Sammlung des Museums, ergänzt durch Schätze von Vintage Emde, schlüpften kleine und große Gäste beim „Selfie-Timewarp“ in das Gewand vergangener Tage. Mit neuem Look und vor passenden Tapeten konnten sie ein Retro-Selbstporträt von sich machen. Die Gäste waren begeistert. „Schade, dass wir nicht früher gelebt haben. Stell’ dir vor, ich würde jeden Tag so in die Uni gehen‟, amüsieren sich Teresa Guhl und Paul Effertz.

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LOOK! Lieblingsstücke: Hermès, Phoebe Philo und Lagerfeld

Katrin Witt mit Hermès-Tuch

Mode ist faszinierend. Davon ist die Kölnerin Katrin Witt überzeugt. „Mode ist eine schillernde Welt, die ich gut kenne. Ich war viele Jahre in der Modebranche beschäftigt. Heute interessiert mich die Ausstellung aus Sicht der Kunst- und Textillehrerin. Denn: die Ideen der großen Designer kommen immer von der Straße – aus London, aus Mailand, aus Paris. Jeder Mensch macht Mode, indem er Kleidung individuell kombiniert. Meiner Meinung nach kann niemand sagen, mit Mode habe ich nichts am Hut!“

In der Sonderausstellung Look! begeistert sich Katrin Witt für Accessoires. Zu ihren Lieblingsstücken gehört das Hermès Tuch. „Die Seidentücher von Hermès beeindrucken mich immer wieder aufs Neue, es gibt inzwischen über 1.000 verschiedene Motive. Es ist sehr diffizil, das Material Seide so detailliert und präzise zu bedrucken wie es bei Hermès geschieht, die eine weltweit einzigartige Technik haben. Hermès bedruckt ein einziges Tuch je nach Modell zwischen 25 und 46 mal mit den jeweiligen Farbtönen und Mustern. Das Know-how wird immer noch erfolgreich geheim gehalten. Die Möglichkeiten ein Carré zu tragen, sind nahezu grenzenlos und werden von Bloggerinnen erfolgreich durch Anleitungsfilme präsentiert. Beispielsweise zeigt maitaispicturebook.com, wie Tücher getragen werden können, so dass jede Frau es nachmachen kann.

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LOOK Lieblingsstücke: Emilio Pucci, Alexander McQueen und Valentino

Erika Kämmerling bewundert das Strandcape von Emilio Pucci von 1967.

Erika Kämmerling bewundert das Strandcape von Emilio Pucci aus der JetSet-Zeit der 70er Jahre.

Erika Kämmerling ist Mitglied im Arbeitskreis des MAKK, führt Führungen im Museum durch und beschäftigte sich jetzt intensiv mit der Sonderausstellung LOOK! Modedesigner von A bis Z. „Es ist immer wieder spannend neue Themen zu finden. Ich habe mir einige Modelle für die Führung herausgesucht, die mich persönlich begeistern. Auf jeden Fall das ausgefallende Strandcape von 1967/68 von Emilio Pucci (1914 bis 1992). Sommer, Sonne, ein Aperitif beim Sonnenuntergang! Der Marchese unter den Designern verkörperte die Mode zu JetSet-Zeiten. Zu seinen Kundinnen zählten Jacqueline Kennedy, Brigitte Bardot, Catherine Deneuve oder Jane Fonda. Bei seiner Farbpalette orientierte er sich an den Farben des Meeres, der Blauen Grotte auf Capri oder aber der üppigen Blumenpracht der Insel, auf der er seine erste Boutique `La Canzone del Mare´ eröffnete. Die Muster seiner Entwürfe reichten vom geometrischen bis hin zu orientalischen, blumigen Mustern. Immer steckt dahinter Lebenslust und die Freude an der Schönheit. Das Druckmuster des Capes bedient sich Hortensienblättern in verschiedenen Pink- und Rosatönen mit schwarzer Umrandung, umgeben von Farben wie Moosgrün und Oliv. Weiße Farbtupfer geben dem Ganzen eine besondere Frische. Kenner erkennen sein Markenzeichen `Emilio´, wie er sich in der Zeit auf Capri nannte. Das Cape besitzt eine große Kapuze und ist vorne mit sechs Haken und Ösen zu schließen.

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LOOK! Modedesigner von A bis Z: ein echter Hingucker

Textilrestauratorin Katharina Sossou bereitet die Präsentation der Mode von Emilio Pucci vor.

Textilrestauratorin Katharina Sossou bereitet die Präsentation der Mode-Objekte von Emilio Pucci vor.

Am Abend des 18. September eröffnet im MAKK die farbenprächtige Ausstellung `LOOK! Modedesigner von A bis Z´. Zur Zeit laufen die Vorbereitungen in den Ausstellungsräumen im zweiten Obergeschoss. „Die Präsentation verlangt viel Kreativität und Einsatz“, berichtet die Textilrestauratorin Elke Beck. Zusammen mit ihrer Kollegin Katharina Sossou stellte sie die Figurinen in Handarbeit aus konservatorisch unbedenklichen Materialien her. Aufwendig wird jedes Kleidungsstück darauf montiert. Auch die Holzvitrinen wurden eigens für die Ausstellung produziert. Sie ermöglichen eine Rundumsicht und eine große Nähe der Ausstellungsstücke zum Besucher.

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Manu Factum: textile Installation von Katja Skoppek

Katja Skoppek

Katja Skoppek gewann für die textile Installation `Die schönste Gewohnheit im Leben` den Manu Factum-Staatspreis 2015.

Katja Skoppek ist 25 Jahre alt und befindet sich noch im Master-Studium in Bielefeld im Fachbereich Modedesign. Für die textile Installation `Die schönste Gewohnheit im Leben` gewann sie den Manu Factum-Staatspreis 2015 im Themenbereich Kleidung. Die 150 x 300 cm große Installation hängt in der Manu Factum-Ausstellung im Museum für angewandte Kunst bis 11. Oktober 2015. Rund 200 Stunden benötigte die Preisträgerin zur Fertigstellung der Installation – ein Vorhang, indem die Silhouette eines Mantels, wie ein Relief, genäht ist. „Für mich ist der Mantel ein besonderes Kleidungsstück. Er umfängt, wärmt und schützt die Träger und macht größer und mutiger. In der Mode ist der Wechsel so schnell; der Mantel, den ich in einen neuen Kontext gesetzt haben, symbolisiert Wertschätzung des Bekleidens“, beschreibt die in Köln geborene Katja Skoppek ihre Intension. Zur Ermittlung der Farbe und Stofflichkeit führte sie eine Umfrage im Freundes- und Familienkreis durch. „Knapp 50 Personen befragte ich; auf die Frage „wie man sich einen perfekten Mantel vorstellt“ kam als Farb-Ergebnis Grau und als Qualität hochwertige Schurwolle.“
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Manu Factum 2015: Wandobjekt Strukturwandel oder 3D – 2D – 3D

Katrin Reinke und Cornelia Falk vor dem gequilteten Wandobjekt

Katrin Reinke und rechts Cornelia Falk teilen sich den Staatspreis Manu Factum für die Kategorie Wohnen.

Die beiden Preisträgerinnen haben sich bei einer Handwerksausstellung in Bochum 1998 kennen gelernt. „Daraus hat sich unsere Zusammenarbeit ergeben, die zum Staatspreis Manu Faktum im Themenbereich Wohnen führte“, erzählt stolz Katrin Reinke, Fotografien aus Essen, die sich mit Cornelia Falk aus Recklinghausen den mit 10.000 Euro dotierten Staatspreis Manu Factum 2015 teilt. „Wir haben uns für das Projekt ‚Strukturwandel‘ oder ‚3D – 2D – 3D‘ bestimmt zwölf mal getroffen“, meint Katrin Reinke und Cornelia Falk schließt an: „Das Wandobjekt wurde erst zwei Tagung vor dem Einreichungstermin fertig und ist mit heißer Nadel genäht. Ich habe Minimum 300 Stunden für die Quiltarbeit benötigt.“

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