Konsumrausch wird zum Ökorausch – oder was wir aus Covid-19 lernen können

Helena Montagnese an der ÖkoRAUSCH-Wissensstation COVID-19 im MAKK (Foto: Kirsten Reinhardt)

// von Helena Montagnese

„Die Fledermaus ist schuld!“ Wie oft habe ich diese Aussage am Anfang des Ausbruchs von Corona gehört. Warum sollte eine einzelne Fledermaus schuld an einer angeblichen Pandemie haben? Eine weitere Frage, die ich mir immer wieder stellte: Warum werden Fledermäuse getötet und gegessen? Ich schaute mir diverse Berichte zu den Tiermärkten in China an und kam immer wieder zu derselben Schlussfolgerung: Der Mensch ist schuld. Nein, nicht der eine Mensch, der die besagte Fledermaus aß und somit alles ins Rollen brachte. Es ist die Spezies Mensch. Dieses Thema begegnete mir auf unterschiedliche Art und Weise auch in der Ausstellung ÖkoRAUSCH (bis 24.9.) für Design und Nachhaltigkeit im Kölner MAKK.

Künstler*innen, Designer*innen und Referent*innen stellten sich den Herausforderungen des Klimawandels: Sie bieten mit viel Schönheit, Spaß, Verstand und jeder Menge Kreativität neue Lösungen für den persönlichen Alltag aber auch für unser gesellschaftliches Zusammenleben an. Das Leben im Einklang mit der Natur und wie wir Ressourcen anders nutzen können, um unser Klima zu schonen, stehen dabei im Focus. Es geht aber auch um die Gleichstellung in unserer Gesellschaft und wie wir unsere Lebensqualität steigern können, indem wir unseren Konsum reduzieren. Ein interessantes Modell ist hier zum Beispiel die kurze Arbeitswoche: Eine 4-Tage-Woche könnte laut Aussteller*in die Treibhausgasemissionen um 20 Prozent reduzieren.

Ich empfehle diese Ausstellung allen, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandersetzen möchten und offen für kreative Ansätze im Umgang mit diesem wichtigen und zeitgemäßen Thema sind. Mein persönliches Fazit zu der Ausstellung: Der Mensch kann nicht nur `Ursache´ für einen Klimawandel sein, sondern auch die Lösung, indem er nachhaltige Ideen kreiert und umsetzt. Wenn wir begreifen, dass wir ein Teil der Natur sind und sie respektieren, anstatt auszubeuten, verbessern wir nicht nur unser Klima sondern auch unsere eigene Lebensqualität.

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